Dominik Bartenschlager im Interview zum neuen Enduro Race

dominik

Dominik Bartenschlager ist leidenschaftlicher Freerider und ein alpiner Allrounder. Frische Spuren zieht er nicht nur in den Hängen der Allgäuer Alpen, sondern weltweit. Unter anderem im Zentralkaukasus, wo die Erstbefahrung der Ostflanke des 5.047 m hohen Kaspek eines der Highlights war.

Beim Enduro-Rennen, das dieses Jahr zum ersten Mal im Rahmen des Nebelhorn Classics Freeride Festivals ausgetragen wird, übernimmt er die Rolle des Race-Directors. Wir haben Dominik ein paar Fragen zu dem neuen Contest-Format gestellt.

Name: Dominik Bartenschlager
Alter:
 31 Jahre // Wohnort: Blaichach // Beruf: Bergführer

Dominik

Foto: Stefan Rusch

Bisher kennt man Enduro Rennen vor allem vom Mountainbiken, kannst du das Contestformat kurz erklären?
Im Gegensatz zum Mountainbiken starten wir in Zweierteams. Aber es wird auch mehrere Stages geben, für welche die Zeiten addiert werden. Ein Downhill-Part wird immer mit einer Zusatzaufgabe kombiniert, bei der man sich Zeitgutschriften sichern kann.

Was hat euch dazu bewegt so ein ungewöhnliches Format in einem Contest umzusetzen?
Wir wollen weg von der Vorstellung, dass es nur darum geht, sich den Berg runterzustürzen und dabei gegen die Uhr zu fahren. Beim Fahren im Gelände geht es uns um mehr, als mit brennenden Oberschenkeln und irgendwie mit einer wilden Himmel-Boden-Optik auf gut Glück das Hang-Ende anzupeilen.

Warum Zweierteams?
Gemeinsam im Gelände unterwegs zu sein, ist für uns die stimmigste und verantwortlichste Form beim Freeriden. Der Spruch „no friends on a powder day“ macht in meinen Augen keinen Sinn.

Es gibt eine Uphill Stage. Was heißt das für die Fahrer?
Auf jeden Fall kein Grund nervös zu werden, denn es sind maximal 50 Höhenmeter zurückzulegen. Zehn Uphill-Sekunden rechnen wir mit einer Downhill-Sekunde gegen.

Und was erwartet die Fahrer in den anderen Stages?
Wir werden Challenges stellen, die in Abhängigkeit von Gelände und Wetter zeigen sollen, wer am meisten Plan von der Materie des Freeridens hat. Dabei kann vom Umgang mit dem LVS-Gerät bis zu einem Step-up alles kommen.

In welchem Gelände wird sich das Enduro Race abspielen?
Wir sind im hochalpinen Gelände abseits der Piste unterwegs, aber immer noch in Reichweite des Skigebiets.

Wer kann mitmachen?
Ganz im Sinne des Nebelhorn Classics alle Freerider – egal ob Skifahrer, Snowboarder oder Telemarker. Voraussetzung ist Erfahrung im Backcountry und ein sicherer Umgang mit Notfall-Equipment.

Und wie sehen die Sieger aus?
Sie überzeugen mit All-Mountain Skills und sehen auf keinen Fall aus, als ob sie aus dem Katalog ausgeschnitten wurden.

Zur Anmeldung geht es HIER

Noch keine Kommentare bis jetzt

Einen Kommentar schreiben